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power*stage
Tomorrow is today
Hintergrund
Die Windenergie-Branche hat ein Abfallproblem, die Baubranche benötigt große Rohstoffmengen und Baumaterial und die Kulturwirtschaft braucht Orte, an denen die kreative Entfaltung und Austausch stattfinden und sich ein interessiertes Auditorium versammeln kann. Wir alle haben ein berechtigtes Interesse daran, die energieintensiven Aktivitäten mit regenerativ erzeugtem Strom zu ermöglichen – eine Antwort auf alle diese Herausforderungen liefert die power*stage inspiriert von rethink*rotor.
Das Wissen und die Graue Energie in jedem Windrotorblatt sind endgültig verloren, wenn es nicht wiederverwendet wird. Das sektorenübergreifende Repurpose der Flügel kreative Energie, neue Technologien und Nachhaltigkeitsziele werden in dem Projekt power*stage miteinander verknüpft. Das Projekt versteht sich als „Wegbereiter“ für weitere crossinnovative Vorhaben und hat einen eindeutigen Modellcharakter.
Funktion
Die Projektidee bietet Raum für kulturelle Perspektivn. Eine multifunktionale Freiraum Bühne mit Überdachung für ein jährliches Kulturprogramm in der Region anzubieten, bei der Bühne, Technik, Licht, Lagerraum und eigens gewonnene Energie, Nachhaltig und praktisch vorhanden ist und das im Gegensatz zu großen Transporten, Auf und Abbau schwerer Geräte und Dieselaggregaten zur Ergänzung des notwendigen Strombedarfs – die power*stage.
Dank der zahlreichen Verknüpfungen aus verschiedenen Brachen handelt es sich hier um ein Disziplinübergreifendes Vorhaben unter Beteiligung der Kultur, Medien, Kreativwirtschaft und Ingenieurwissenschaft mit dem Ziel eine zirkuläre Cross-Innovation zu etablieren.
Ziel aus der Veranstaltersicht
Die reibungslose und professionelle Funktionalität der power*stage als Bühne für mittlere und auch große Live-Acts und Performances muss gewährleistet sein. Ein wichtiger Punkt hierbei ist die Regen und Windsicherheit für Ton, Lichttechnik und den Künstler. Es sollte ein Basiskonzept für Ton und Licht geben, dieses muss jedoch stets komfortabel erweiterbar sein. Ein Line Array Speaker-System mit 6 Speakern sollte für große und anspruchsvollere Veranstaltungen bis auf 18 Speaker je Seite erweiterbar sein. Das gleiche gilt für die lichte Höhe der Bühne und für das Beleuchtungskonzept.
Hier gilt je größer das Projekt und der Anspruch von Künstlern und Musikern desto mehr Technik und auch mehr Gewicht wird das Bühnendach tragen müssen. Ankerpunkte zur Aufhängung sollten dementsprechend geplant sein und möglichst viel Gewicht tragen können. Ballastierung, Statik, Dachkonstruktion, Aussteifung Windverband, Stahlseile. Die Klangbeschaffenheit wie z.B. Reflexionen von Boden zum Dach sind zu berücksichtigen. Ein Baubuch zur Bauabnahme muss erstellt werden.
Ziele aus konstruktiver Sicht
Der resourcenschonende Einsatz von Materialien, Bauprodukten und -verfahren leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klimagerechtigkeit und kann nicht auf einzelne Branchen reduziert betrachtet werden. Die sektorenübergreifende Verknüpfung zirkulärer Wertschöpfungen ist eine bedeutsame Voraussetzung für das Gelingen der Klima-, der Bau-, der Mobilitäts-, und der Energiewende. Dabei kann insbesondere das sozio-ökonomische Potenzial der Kreativwirtschaft die crossinnovative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass daraus Projekte entstehen, die menschengemachte Probleme lösen und nicht weitere schaffen, anreichern und dynamisieren.
Das Projekt power*stage inspiriert von rethink*rotor wird somit ein „best practice“ Beispiel und eine Initialzündung für vergleichbare, transdisziplinäre Vorhaben werden.