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relax*rotor: Kimiko Isle of Campus Festival


✲ 10 Juni 2025

Das Demonstrationsobjekt des Forschungsprojekts power*stage hatte einen klaren Plan: Drei ausgediente Rotorblätter der Windenergieanlage „Altes Lieschen“ in Laurensberg sollten auf dem KIMIKO Campus Festival 2025 zu einem temporären Erlebnisraum werden und die Workshops zum Thema Kreislaufwirtschaft erlebbar gestalten – Liegestühle aus Windkraft, mitten auf einem Festivalgelände, das für die Begegnung von Wissenschaft, Technologie und Kunst steht — celebrate the culture of tomorrow.

 

Der Plan war konkret: Rotorblätter ankommen lassen, platzieren, erleben und wieder abbauen — jeden Schritt als Teil der Kommunikation begreifen, on-site wie digital. Ein offenes Experiment mit offenem Ausgang. Werden sie als Kunst gelesen? Als Ruhepol? Als Denkmal einer Energiewende in Bewegung? Die Frage war bewusst offen gehalten.

 

Wetter, Verzögerung, neuer Ort

 

Die Demontage der Anlage „Altes Lieschen“ ließ sich nicht wie geplant umsetzen — widrige Witterungsbedingungen verschoben den Abbau, das Zeitfenster für das Festival schloss sich.

 

Nun fand die Installation dennoch statt — nur an anderem Ort. Am 4. November 2025 erfolgte die Eröffnung relax*rotor am Platz für Demokratie am Büchel in Aachen unter dem Motto „vom Windrad zum Erlebnisraum“. Kein Festivalbetrieb, kein kuratierter Kontext — dafür mitten in der Stadt, frei zugänglich, offen für jeden. Dass die Rotorblätter von dort aus mehr Menschen erreichen, als es auf einem Festival möglich gewesen wäre, lässt sich als glückliche Fügung lesen.

 

relax*rotor am Büchel

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Jakobshof Aachen Südstadtkultur e.V. – M1


✲ 04 März 2025

Technische Grundlagen und Forschungsbedarfe der power*stage

 

Der erste Meilenstein des Jakobshofes beschreibt die wissenschaftlich fundierte Vorbereitung einer zirkulären Festivalbühne, die technische, städtebauliche und soziale Anforderungen zusammenführt.​

 

Ausgangslage und Zielsetzung

 

Im ersten Arbeitspaket hat der Jakobshof Aachen – Südstadtkultur e.V. seine Festival- und Produktionskompetenz genutzt, um Anforderungen an eine Freiluftbühne der Zukunft systematisch zu erfassen. Ziel war, aus der Praxis heraus belastbare Parameter für eine aus Rotorblättern konstruierte Bühne zu definieren, die sowohl für Kulturveranstaltungen als auch für Forschungs- und Vermittlungsformate geeignet ist.​

 

Technische Bedarfe und Energieprofile

 

Auf Basis realer Festivalsettings (u.a. KIMIKO Mainstage) wurden durch das technische Fachpersonal des Jakobshofes mehrere Modelle für den Energiebedarf von Bühnenbetrieb mit rund 5.000 Besucherinnen und Besuchern entwickelt. Die Analysen zeigen, dass der Stromverbrauch der Bühnentechnik (Licht, Ton, Video) je nach Szenario im Bereich von ungefähr 300 bis 800 kWh pro Veranstaltungstag liegt und Leistungsspitzen durch Sicherheitsreserven bei der Stromplanung berücksichtigt werden müssen. Daraus resultieren Anforderungen an die elektrische Erschließung der Stage mit etwa 5–6 Anschlusspunkten à 40 kW, an die Integration von Folien-PV (ca. 1.500 m², potenziell rund 110 kWh/Tag) sowie an Speichersysteme und deren brandschutzgerechte Unterbringung außerhalb der Rotorblattstruktur.​

 

Städtebau, Standort und Infrastruktur

 

Parallel wurden städtebauliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen untersucht, um die Powerblade Stage in unterschiedliche Landschafts- und Stadträume einbetten zu können. Aus den Recherchen zu Festivals in Europa entstand ein Kriterienraster, das u.a. Flächengrößen (ca. 20.000–40.000 m²), bestehende Infrastruktur (Strom, Wasser, Zufahrten), Potenziale für erneuerbare Energien, Erreichbarkeit mit ÖPNV, Fahrradfreundlichkeit und Nutzung postindustrieller Flächen adressiert. Damit wird die Frage „Wann ist ein Festival ein gutes Festival?“ bewusst auf die Schnittstelle von Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Konstruktion erweitert und in belastbare Standort- und Planungskriterien übersetzt.​

 

Soziale und nachhaltige Festivalpraxis

 

Der Jakobshof hat Beispiele etablierter Festivals (u.a. Rock am Ring, Parookaville) ausgewertet, um technische, ökologische, ökonomische und soziale Indikatoren für nachhaltige Großveranstaltungen zu erfassen. Die Matrix umfasst Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Abfall- und Wassermanagement, Bildungsangebote, Inklusion und Barrierefreiheit sowie Zertifizierungen und Standards und dient als Referenzrahmen für die sozial und ökologisch verträgliche Ausgestaltung der Powerblade Stage. Gleichzeitig wurden interne Kategorien wie Infield-Gestaltung, Sicherheitszonen, Wellenbrecher, Backstage-Anforderungen und Skalierbarkeit auf 5.000–10.000 Personen in Beziehung zu diesen Nachhaltigkeitskriterien gesetzt.​

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Dissemination

 

Die Ergebnisse des ersten Meilensteins sind eng mit den Arbeitsgruppen zu Städtebau, Architektur, Energie und Kommunikation verzahnt und wurden in regelmäßigen Konsortialtreffen und über digitale Kollaborationsstrukturen abgestimmt. Mit den Ausstellungen „power*stage prolog #1“ im Ludwig Forum Aachen und „prolog #2“ im Glaskasten der Hochschule Darmstadt sowie der öffentlichen Zwischenpräsentation im Digital HUB Aachen wurden die erarbeiteten Konzepte frühzeitig in einen öffentlichen und fachlichen Diskurs über Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Festivalpraxis und kulturelle Infrastruktur eingebracht.

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„power*stage prolog“ im Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen


✲ 20 Aug. 2024

Das Forschungsprojekt power*stage inspiriert von rethink*rotor  feierte auf dem
KIMIKO Festival Isle of Art 2024 im Ludwig Forum Für Internationale Kunst, Jülicher Str. 97-109, 52070 Aachen, vom 16. bis zum 18. August 2024 seine Premiere.

Die Produktion und der Aufbau der Ausstellung power*stage prolog wurden in der Loggia und im Ludwig Forum realisiert.

Ein interessanter Einstieg in die industrielle Forschung an einer bahnbrechend neuen Freilichtbühne während der drei Festivaltage.

Die rege Teilnahme an den Führung durch die Ausstellung power*stage prolog zeigt, dass Interesse an den Themen der Kreislaufwirtschaft durch die Art der Präsentation geweckt werden können.

Celebrate the Culture of Tomorrow:

KIMIKO Festival 2024 Isle of Art ein Wochenende mit bester Musik und „Mitmachen“ auf dem CCT Square.

Die nächsten drei Jahre werden wir das Forschungsprojekt Hashtagpowerstage, dass aus der Zusammenarbeit des Fachbereichs Architektur der Darmstadt University of Applied Sciences mit OX2architekten GmbH im CreativLab rethink*rotor hervorgegangen ist bearbeiten.
Im Konsortium sind außerdem Jakobshof Aachen – Südstadtkultur e.V. und Voltfang beteiligt.

Ina-Marie Orawiec, Marcin Orawiec, Saskia Schmidt, Vicky Leonhardt, Selcen Fidan, Liyuan Ma, Beyza Görgüç, Rick Opgenoorth, Jens Michel, Michael Freudel, Felix Nolte, Pascal Sternberg, Till G., Isral Guenal, Friedolin Herter, Thorsten Helbig, Matthias Oppe, Andreas Büter Iris Steinberg, Maximilian Spangenberg, Roman Alberti, Afshin Doostdar, Celine Treiber, Vincent Orawiec, Thomas Obmann Stadt Bedburg, Sarah-Kristin Röder, Sascha Solbach, Jörg Pfeiffer, Norbert Korsten